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Wassertour vielleicht eine der letzten Gelegenheiten sein, den "Volkspalast" auszukundschaften. "Stadtführer" - nicht Stadtbilderklärer - sollen die Besucher vom 3. bis zum 11. September auf Schlauchbooten durch den riesigen Wasserparcours rudern, über dem bis zu 100 Papp- und Holzfassaden installiert sind. In jedes Gummiboot passen fünf Touristen.
Weil die "Fassadenrepublik" im Gegensatz zur DDR ein demokratisches System sein soll, dürfen die Besucher im "Parlament" über Sinn und Zweck der Fassaden diskutieren und sogar ihren Abriss beschließen. Wer keine Lust auf Politik, sondern auf rohen Fisch hat, kann sich Sushi aus schwimmenden Plastikschalen angeln oder sich von Gondolieres zur "Striptease-Schule" rudern lassen.
Am Freitag fluteten 300.000 Liter Wasser den Boden des Foyers in einer Höhe von 25 Zentimetern. Schlauchboote in unterschiedlichen Farben spiegelten sich im wadentiefen und gelb, blau und rot angeleuchteten Wasser im Erdgeschoss des Palastes, das zuvor mit PVC-Folie ausgelegt worden war. Mit dem Wasser-Labyrinth wollen Architekten, Künstler und Kunsthistoriker in den nächsten Tagen "Strategien urbaner Erneuerungen" untersuchen und den Besuchern erläutern, dies auch vor dem Hintergrund der öffentlichen Fassaden-Debatten in Berlin von Schloss, Bauakademie und Palast im Zentrum der Hauptstadt.
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